O Komm, Gewalt der Stille (02/01)
Wir sind so sehr verraten,
von jedem Trost entblöst,
In all den schrillen Taten
ist nichts, das uns erlöst.Wir sind des Fingerzeigens,
der plumpen Worte satt.
Wir wolln den Klang des Schweigens,
der uns erschaffen hat.Gewalt und Gier und Wille
der Lärmenden zerschellt.
O komm, Gewald der Still,
und wandle du die Welt.
Werner Bergengruen in Verstehen durch Stille, Loccumer Brevier
