Sprich nur ein Wort (Song)
Immer wieder dieses Fischen im Trüben,
immer wieder diese leeren Hände,
immer wieder enttäuschte Hoffnung,
immer wieder die alte Leier.
Immer wieder die alten Fragen:
Gott, wo bist du?
Siehst du mich?
Hörst du mir zu?
Kleinigkeiten reißen alte Wunden auf,
und mir erscheint groß,
was klein ist,
und mir erscheint schwer,
was leicht ist.
Ich suche Trost im Haus meiner Erinnerung,
es erscheint mir eine wärmende Zuflucht zu sein,
bis ich auch hier
die kalte Zugluft der Enttäuschung spüre.
Gott, wo bist du?
Kennst du mich?
Kann deine Nähe
für mich Wirklichkeit werden?
Hast du ein Wort für mich,
das den Schmerz vertreibt,
meine Blockade auflöst,
den Frost meiner Seele zum Schmelzen bringt?
Sprich ein Wort gegen die Befürchtung,
dass alles so bleiben könnte wie es ist.
Sprich ein Wort gegen die Befürchtung,
dass alles anders werden könnte.
Sprich nur ein Wort Herr,
so wird meine Seele gesund,
so wird meine Seele gesund.
Sprich nur ein Wort!
© Ulrich Schlittenhardt
(inspiriert von: Johannes 21,1-14; Ps 69,19; Ps 130,5; Jer 17,14)
