schauen und sich beschauen lassen
Beten ist, den allgegenwärtigen Gott ansehen und sich von ihm besehen lassen.
Was ist nun leichter … als die Augen aufzutun und das Licht anzusehen, welches uns von allen Seiten umgibt.
Gott ist uns weit mehr gegenwärtig als das Licht; in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. Er durchdringt uns, er erfüllt uns, er ist uns näher, als wir uns selber sind. Das zu glauben und sich dessen so gut man kann, zu erinnern, das ist Beten. Wie sollte es uns auch schwerfallen, sich von einem so gütigen Arzt besehen zu lassen, der schon besser weiß, was uns fehlt, als wir’s selber wissen!
Gerhard Tersteegen
