ganzheitliche Achtsamkeit I

Während wir wahrnehmen, was jetzt gerade ist, werden wir geistesgegenwärtig; was meist eine beruhigende Wirkung zur Folge hat. Das Vielerlei unseres Alltags kann in den Hintergrund  treten.

Im jüdisch-christlichen Denken ist unser natürliches und unser geistliches Wahrnehmungsvermögen miteinander verknüpft. Als Geschöpfe sind wir in der Lage, die Schöpfung wahrznehmen und hinter ihr dem Schöpfer zu schauen. Dafür steht der Sabbat. Unser Schöpfer hat diesen Ruhetag angeordnet, damit wir seine Schöpfung betrachten und genießen, uns an ihr freuen und dankbar dafür sind. Dieser Tag gibt Raum für die Pflege von menschlichen Beziehungen, aber auch dafür, auf Gott und sein Wort zu hören. Es ist ein Tag, an dem es nicht um unser Tun, sondern um unser Sein geht.

Dass Gott am siebten Tag ruhte zeigt, dass er sich nicht ausschließlich über seine Werke definiert. Als Schöpfer muss er weit mehr als sein Werk. Und der Mensch ist dazu berufen, an der Ruhe und der Freude dieses herrrlichen Schöpfers teilzuhaben. Dieser Ruhetag soll den Menschen daran erinnern, dass er Ebenbild Gottes ist, dass auch er mehr ist als die Summe seiner Leistungen. Auch seine Würde liegt nicht im Machen, sondern im Sein.

 

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