ganzheitliche Achtsamkeit II
Klassischerweise sprechen wir von fünf Sinnen, durch die wir unsere Umwelt wahrnehmen: Hören, Riechen, Schmecken, Sehen, Tasten. In der modernen Sinnesphysiologie zählen auch Temperatursinn, Schmerzempfindungen, Gleichgewichtssinn und Körperempfindungen zur Ausstattung des Menschen.
Eine ganzheitliche Sicht des Menschen geht auch darüber hinaus. Sie versteht den Menschen nicht nur als Wahrnehmenden, sondern als ein Wesen, das in Beziehung steht – zu sich selbst, zur Welt, zu anderen Menschen und zu Gott. Sie erkennt die Bedeutung der natürlichen Sinne an, erweitert sie jedoch um eine geistliche Dimension. Ganzheitliche Achtsamkeit führt in die Tiefe: zu einer bewussteren Verbundenheit mit dem Leben, mit sich selbst, mit anderen – und mit dem, was wir „heilig“ nennen.
Ganzheitliche Achtsamkeit fragt daher nicht nur: Was nehme ich wahr?, sondern auch: Wofür öffnet mich diese Wahrnehmung? Was wird mir darin geschenkt?
Der jüdisch-christliche Glaube kennt viele Wege, ganzheitliche Wahrnehmung zu vertiefen. Klassisch ist das achtsame Lesen und Meditieren biblischer Texte. Ebenso gehört das gesprochene Gebet dazu – als sprachlicher Ausdruck dessen, was solche Worte in uns hervorrufen. Darüber hinaus hat sich in der christlichen Tradition ein reicher Schatz geistlicher Übungen entwickelt, die natürliche und geistliche Achtsamkeit miteinander verbinden. Auf dieser Website gehe ich nur beispielhaft darauf ein, da mein Schwerpunkt auf dem Jesusgebet liegt.
Wenn du eine größere Breite geistlicher Übungen kennenlernen willst, die ganzheitliche Wahrnehmung fördern, empfehle ich dir die folgende Buchtitel:


