Jesusgebet und sinnliche Wahrnehmung

Sinnliche Wahrnehmung gehört auch zum Jesusgebet. Karin Seethaler schreibt darüber:

Die Mönchsväter raten, die Aufmerksamkeit auf das Herzzentrum zu richten. Franz Jalics empfiehlt die Wahrnehmung der zusammengelegten Hände. Nur eines wahrzunehmen, dabei zu verweilen, ohne sich im Vielerlei aufzuhalten, führt den Menschen zum Einklang mit sich selbst. Der eingegrenzte Wahrnehmungsbereich unterstützt die Geistesgegenwärtigkeit und die innere Sammlung. Die immer neue Hinwendung zur Wahrnehmung, nachdem man abgeschweift ist, fördert auch die Wahrhaftigkeit. Denn entweder ist man im Hier und Jetzt durch die konkrete Wahrnehmung der Hände oder des Atems – und damit der Realität zugewandt – oder aber man ist mit seiner Aufmerksamkeit bei seinen Gedanken, Fantasien oder Tagträumen und kreist somit um sich selbst.

Körperliche Wahrnehmung erdet uns im besten Sinn des Wortes.

nach Karin Seethaler in „Die Kraft der Kontemplation“ auf S.34

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