Geistesgegenwart
Beim Denken befinden wir uns in einer Art „Denktunnel“. Wir sinnieren über Vergangenes, planen die Zukunft, befassen uns mit diesem und jenem, nur nicht mit dem Hier-und-Jetzt. Die Sinne, die das Hier-und-Jetzt, d.h. unsere Lebensgegenwart bewusst erleben könnten, sind weitgehend abgeschaltet. Zwanghafte Dauerdenker schalten ihre periphere, sinnliche Wahrnehmung dauerhaft in den Standby-Modus.
Es geht ja nicht darum, die ganze Zeit in einem weichen Hier und Jetzt zu schwelgen. Wir wären dann kaum lebensfähig. Es geht um eine gesunde Balance: Denken wenn denken angesagt ist, weiche Wahrnehmung wann immer wir sie zum Ausgleich brauchen. Die weiche Wahrnehmung erinnert uns daran, dass es noch eine andere, stillere Art gibt, uns selber und die Welt zu erleben, als aus der mental-rationalen Perspektive. Wir müssen das gesamte Spektrum der Möglichkeiten nutzen, das unsere Wahrnehmung uns bietet, die weiche Aufmerksamkeit, ebenso wie die Konzentration.
George Pennington in Bewusst Leben – Psychologie für den Alltag
