achtsam Lesen (01/05)
Stillesein lässt sich nicht auf eine Technik reduzieren. Wenn es um uns herum still wird und wir mit uns allein sind, ist es in unserem Inneren noch nicht still, weil uns zunächst bewusst wird, was wir verdrängt haben, um unseren Alltag bewältigen zu können. Wie wir damit umgehen, sagt viel darüber aus, wer wir im Innersten sind.
Stillesein lässt sich nicht auf Knopfdruck anschalten. Stillesein lässt sich aber einüben. Wenn du täglich 2-3 Artikel auf dieser Website ließt, kann dies bereits Teil deines Übungsweges sein. Nimm dir aber Zeit für die Texte, halte inne und achte auf dich selbst. Welche Resonanz spürst du in deinem Inneren? Achtsames Lesen kann schon eine Art Meditation für dich sein.
Wir lesen achtsam, wenn wir nicht bei der äußeren Form der Worte hängenbleiben. Wir lassen uns von ihnen führen, um unsere Einstellungen, Werte und Reaktionsmuster zu erkunden.
Bewahre in deinem Herzen, was deinen Horizont weitet und dich zu Gott hin öffnet. Notiere Gedanken, die dir wichtig wurden, in einem Notizbuch. Dann kannst du rückblickend nachvollziehen, welchen Weg du zurückgelegt hast, und dich an alles erinnern, was dir hilft, still zu werden vor Gott.
Es geht nicht darum, dass du möglichst schnell alle Beiträge durchliest. Lies nur so lange, bis du etwas für dich entdeckst, und bleibe dabei. Wenn du später dort weiterlesen möchtest, wo du aufgehört hast, notiere dir einfach die Kapitel- und Seitennummer* des zuletzt gelesenen Beitrags. Dies hier ist beispielsweise der fünfte Beitrag im ersten Kapitel.
* stand Januar `26 sind die ersten beiden Kapitel bereits durchnummeriert!
